Louis Ottley zu Gast im ahoy Studio
Shownotes
Louis Ottley war zu Gast bei uns im ahoy Studio. Jeanne von ahoy hat mit dem Musiker darüber geredet, welche Städte ihn musikalisch geprägt haben, wie wichtig es ihm ist, in seinen Songs eine politische Message zu transportieren und was von seinem neuen Album "Threat" zu erwarten ist. Hört auf jeden Fall rein!
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00:00:01: Wie schön, dass du da bist.
00:00:03: Du hörst ein Aheuradio-Interview mit.
00:00:06: Ich sitze hier mit Louis Ottley.
00:00:08: Der hat uns nämlich heute einen Besuch im Studio abgestattet.
00:00:11: Schön, dass du da bist, Louis.
00:00:14: Ja, wir freuen uns auch richtig doll, dass du hier bist.
00:00:17: Genau.
00:00:17: Und ich würde sagen, wir starten einfach mal rein mit der ersten Frage.
00:00:20: Ich habe natürlich ein bisschen was aufgeschrieben.
00:00:23: Und zwar, du bist in Berlin geboren, in Birmingham aufgewachsen und lebst jetzt in Hamburg.
00:00:29: Ja,
00:00:29: verfüllen die Geschichte.
00:00:30: Ich würde gerade sagen, sind ja ein paar Städte.
00:00:32: Du kannst ja vielleicht einmal so ein bisschen erzählen, wie dich die Orte vielleicht so geprägt haben, sowohl musikalisch als auch im Leben.
00:00:40: Ja, Berlin zu sparen, ist halt einfach... ganz nett, weil da ist man schon in eine ganz diverse kulturelle Stadt, die jedes Jahr sich selbst entscheidet, was für eine kulturelle Stadt es sein möchte oder sowas immer.
00:00:52: Es ist immer so ändernd und alle sind akzeptiert und es ist schön.
00:00:55: und da wurde ich halt geboren.
00:00:57: Da habe ich dann halt, haben sich meine Eltern getrennt, ich bin nach England gegangen und das war halt auch dann ganz gut, because Birmingham würde ich halt nie wieder machen.
00:01:06: In Minnes war wirklich eine schöne Zeit da, da habe ich meine Hauptsprache auf Englisch geändert und ganz tolle Freunde gemacht und da habe ich angefangen so zum Beispiel auf Rockkonzerte zu gehen und habe herausgefunden, dass ich eigentlich mehr in to the Emo-Szene bin, vielleicht als ein jung Teenager.
00:01:23: Das hat mich auf jeden Fall gut geprägt, weil es ist halt so ein Armutsfötter, dass so viel Musik daraus kommt, so The Specials, so The Scar-Movements aus Coventry, you know what I mean, und ganz viele Rock-Bands oder... I don't know, for some reason England is a great place for bands to come from.
00:01:40: It seems like, and I can tell why.
00:01:42: It's because, ja, wenn man nicht in London ist, dann kann man ja halt nur rumschreien.
00:01:47: It's because, you know.
00:01:49: Auch weil man wütend ist?
00:01:51: Ja, weil London halt, also es ist auch hier in Deutschland so, people are like, oh, you're from England.
00:01:56: And they're like, ah, from London.
00:01:58: Also es ist halt...
00:01:59: Es gibt nur London und nichts anderes.
00:02:02: England doesn't really care about.
00:02:04: Also, Birmingham ist den ersten Stadt, den so pleite gegangen ist.
00:02:08: Ich weiß nicht, dass man das hinbekommt, aber das haben die, je nachdem hin so.
00:02:14: Nix, wirklich da außer Freundschaft, auf Konzerte gehen und einfach Szenen sein.
00:02:22: Dann würdest du sagen, Birmingham hatte ich auf jeden Fall am meisten musikalisch geprägt?
00:02:27: Ja, halb.
00:02:28: Also schon, ja, wenn es so kommt, so meine, I grew up there, like being a teenager there was amazing, you know, starting, listening to the bands, like bring me the horizon, neck deep, story so far und so.
00:02:40: Hätte ich in Berlin geblieben.
00:02:42: wär ich auf jeden Fall auf einer anderen Track.
00:02:44: Ja.
00:02:44: Aber wenn dann so Musik machenmäßig ist, ist Hamburg für mich so, wo es richtig angefangen ist.
00:02:49: Weil ich war meistens so einfach so bei den Rumarbeiten, der Café arbeiten, Bar arbeiten, sodass ich meinen Kaffee günstig bekomme und mein Bier günstig bekomme und dann meine Miete zeigen kann, das ist halt ... und da hab ich halt mit Delias, denn zusammen haben wir uns in der Ure getroffen und dann waren so okay, let's ... thousand shit.
00:03:07: Und ich mein, das ... wird ja auch, also du bist der krachen Getösepreisträger.
00:03:11: so,
00:03:12: es läuft
00:03:13: ja, oder?
00:03:14: Ja,
00:03:14: ja,
00:03:15: ja, ja, super,
00:03:17: super Spaß gemacht.
00:03:18: Richtig Spaß gemacht, auch diese Community, die wir halt herum uns gebaut haben, ist halt, weil ich halt nie vergessen muss.
00:03:25: Immer wieder besser, immer wieder mehr Spaß.
00:03:28: Wir haben eine Party, jeden Show.
00:03:30: Wir schouten über und dansen, unseres Songs, die wir rüber reden, hat schon kritische Themen sind.
00:03:38: Ich denke, es ist schön, zu sehen, wie alle zusammenkommen, zu hören und zu schreien, und dann auch mit einem Marschpitt zu bieten.
00:03:48: Man macht die Hände in der Ecke und hat ein richtig gutes Zeit, in einem schäfsten und tollen Ort.
00:03:54: Es war auf jeden Fall so die shout-out Rock City.
00:03:57: Thank you so much for the award.
00:03:59: Es war auch ganz lecker, ein Bier daraus zu trinken.
00:04:03: Also, dem Pokal ist wirklich
00:04:08: ...
00:04:08: To get acknowledged for your work, das kann man nicht beschreiben.
00:04:12: Und das kann man halt selber nie ernst nehmen, wirklich.
00:04:16: Nicht so ernst nehmen, das ist mein Englischen Bagger.
00:04:18: Sag einfach in Englisch,
00:04:19: das ist okay.
00:04:21: You can't process it properly, you know what I mean?
00:04:23: Because people are like, yo, that's really nice stuff you're doing.
00:04:26: I'm like, yo, thanks.
00:04:28: It's very nice to hear.
00:04:29: Es ist einfach gut.
00:04:31: dieses Feedback
00:04:32: zu bekommen.
00:04:34: Du hast ja eben schon gesagt, du behandelst sehr ernste Themen in deinen Songs, also es sind ja sehr politische Themen.
00:04:41: Gab es da diesen einen Moment, in dem dir klar wurde, okay, ich muss politisch schreiben?
00:04:46: Ja, eigentlich schon.
00:04:47: Und das war halt, wenn ich zuerst ins Songwriting ankam, war es so, okay, ich mach mehr die Anleitung von was Anderen machen, sozusagen, stattdessen so von meinen inneren Herzen so irgendwas zu sagen.
00:04:57: Und dann halt, hab ich so angefangen, Elias just put on like a Rock B, in mir war so, schrei einfach da rein und dann hab ich einfach angefangen zu meckern so.
00:05:05: Und das ist halt nur, weil, wie man sieht, den Klima immer wieder schlimmer für ihr, egal was für eine Minorität.
00:05:11: Ich finde die immer irgendwie ein Weg ist irgendwie schlimmer zu machen.
00:05:14: Und dann ist jeden Tag einfach so ein neuen Headline und ein neuen so okay, dies und das.
00:05:19: Deswegen ist es halt jetzt auch Zeit.
00:05:21: Ich meine, stattdessen so nur Love Songs zu machen, auch zu sagen, so ja, guck mal, was da draußen passiert, weil ich kann nicht mehr so Justin Bieber Babyhörn und so glücklich auf dem Bus, ein Buch lesen.
00:05:33: Nicht die Zeiten.
00:05:34: Und so ein bisschen die Augen vor der Realität verschließen.
00:05:36: Genau,
00:05:38: da bin ich halt jetzt nicht in der Stelle, wenn wir so sagen, okay, jetzt Deutschland wirkt in eine Richtung, wo gehen wir jetzt herzulegst.
00:05:44: Also ich bin halt eh aus England ausgezogen, direkt nach Brexit, weil ich war so okay.
00:05:48: Ihr könnt ja halt streiten, weder ich eigentlich oder nicht bin.
00:05:52: Bin ich eng, ich bin halt eng nicht so.
00:05:55: Aber ich gehe dann halt zu Deutschland, weil die waren in der Zeit halt ein bisschen mehr willkommen, hat sich ein bisschen geändert jetzt, das sind wir so.
00:06:02: Okay, wo gehen wir jetzt hin?
00:06:04: Deswegen macht es Spaß halt, in Ordemien so rumzumeckern, rum zu feiern und halt, man kann halt nicht weggucken, in Ordemien, weil was die Skarmovement, wenn dann mir gezeigt hat ist, dass man dadurch, egal wie schwierig es ist, kann man auch dadurch tanzen.
00:06:18: Das ist das Beste, dass wir machen, heute.
00:06:21: Und jetzt hast du ja dein Album rausgebracht.
00:06:25: Das heißt es.
00:06:27: Letzte Woche Donnerstag ist es herausgekommen.
00:06:29: Ja, guck mal, gut informiert.
00:06:32: Was steckt hinter dem Namen?
00:06:34: Es
00:06:38: war mehr von dem Punkt, dass ich eine sehr sattel, freundliche Pose sein wollte.
00:06:43: Es ist viel mehr auf der Nase mit dem, was wir eigentlich bekommen haben.
00:06:48: Kassel und Klaus sind einfach die Klasse-Separation, dass die oberen Klasse immer auf der oberen Klasse was auf der oberen Klasse geblieben ist.
00:07:00: Wir dealt with what's going on up there.
00:07:04: There's a very heavy song in there, it's also very aggressive.
00:07:08: But it's still a lot of fun.
00:07:09: You know what I mean?
00:07:12: The most important part is that the whole album is fun.
00:07:14: But at the same time it does try to send a threatening message about like, yo, we are now here.
00:07:20: Und wir gehen nicht mehr weg.
00:07:21: Yeah, we're not gonna go.
00:07:23: We're gonna keep on complaining until someone actually takes us seriously, you know what I mean?
00:07:30: Ja, okay.
00:07:31: Cool, check ich auf jeden Fall.
00:07:32: Gibt es einen Song, den du vielleicht allgemein, der dir sehr nah liegt, der beim Schreiben sehr besonders für dich war?
00:07:40: Weil du hast ja sowohl ruhiges, da ist ja auch ein ruhiger Song drauf, aber auch ein sehr schreiendes Song drauf.
00:07:47: Was würdest du sagen?
00:07:48: I Got Love Lots oder Stockholm Syndrome, weil also I Got Love Lots war halt direkt so nach einer Trennung und dann so richtig und wir haben es wirklich irgendwie so einen richtigen Song bekommen.
00:08:01: und halt weil stattdessen so in der Diary zu schreiben so wie ich meine Gefühle processe war es halt immer den klassischen so wir gehen so immer im Raum und ich fange einfach erst später ein Beat und ich Ich habe durch das Prozess gearbeitet.
00:08:14: Ich habe wirklich alles gearbeitet, was passiert.
00:08:18: Ich schaute in das Mikrofon über was ich jetzt fühle.
00:08:21: Und dann ging ich zu Chris Redenstein und wurde in eine perfekte Saison.
00:08:25: Und alles, was ich gesagt habe, ist eigentlich sehr true.
00:08:29: Ich wusste nicht, dass es true war, bis ich es gesagt habe.
00:08:31: Und auch Stockholm-Syndria, mehr, weil der Song gebaut wurde.
00:08:36: Weil es eine Essenz von Skars, eine Essenz von
00:08:39: Rock, Punk, Pop-Punk.
00:08:42: All of it with an epic guitar solo at the end, you know what I mean?
00:08:45: It's like kind of like a stadium football song, but a sad love song with references to all of the things that I feel like have created me or inspired me to get to this point here now.
00:08:56: Auf jeden Fall.
00:08:57: Würdest du denn sagen, also klingt ja auch schon so, dass Musik eine Art Therapie für dich ist, also dass du, wenn du dann ins Mikrofon auch schreist, dass du es währenddessen verarbeiten kannst?
00:09:05: Yeah, a hundred percent.
00:09:07: I mean, before I get that therapy spot.
00:09:10: ...much...rather, shout on a stage of me.
00:09:13: Oh my god, this sucks.
00:09:14: And then everyone's like, yeah.
00:09:16: It sucks as well, you know what I mean?
00:09:17: And then we're all realizing, oh my god, this all sucks, but we're still having a party at the same time.
00:09:22: You know what I mean?
00:09:23: And that's that thing, you always think you're going alone through some things, but then, when you do make art or something, it will always speak to someone.
00:09:30: It doesn't matter if they're in like, Serbia or whatever, if they hear it, it speaks to them, and then you kind of help someone else while helping yourself at the same time.
00:09:37: It's a win-win.
00:09:38: Das
00:09:38: ist ja ein tolles Gefühl,
00:09:40: zu wissen,
00:09:40: dass man auch anderen damit hilft.
00:09:44: Was würdest du denn sagen, wenn jetzt jemand zum ersten Mal von dir hört oder hat ein Song von dir hören möchte?
00:09:50: Was wäre der Track, den du zeigen würdest?
00:09:56: start doing some backflips and shout.
00:10:16: It's gonna be really exciting.
00:10:17: I would show you them that.
00:10:19: Also würdest du sagen, dass auch so der Song, der dich am besten beschreibt oder deinen Sound am besten beschreibt?
00:10:24: Yeah, a hundred percent.
00:10:25: I think it's got the perfect middle ground of being able to be, you know, some songs reach outside of other things, where it can't be played there, probably can't be played there.
00:10:34: I think You What Made is the perfect mix of punk that can be played on radio, and it kind of does that.
00:10:40: was wir tun, was wir den Parasite-Punk nennen, ist, dass wir Punk-Songen machen, die Leute hier, z.B.
00:10:48: in Blankennees oder so, dass sie nicht sofort sagen, oh mein Gott, sie helfen, es ist so gefährlich und so.
00:10:54: Es ist mehr so, oh, das ist Spaß, aber dann hört er die Lyrics und sagt, oh, er spricht über das Klima.
00:11:00: Aber ja, wir versuchen, die Message zu spüren, und das ist das, was du das für dich
00:11:05: gemacht hast.
00:11:06: Gute Kombination, auf jeden Fall.
00:11:07: Ja, genau.
00:11:09: Okay, auch schon letzte Frage jetzt.
00:11:11: Mit wem würdest du gerne mal zusammenarbeiten?
00:11:14: Was ist deine Dream-Collab?
00:11:15: Woah!
00:11:17: Jesus Christ.
00:11:17: This is... DeVion is on the way here.
00:11:20: I was listening to End It.
00:11:21: It's kind of a hardcore Punk Band.
00:11:23: I definitely love to do something with them.
00:11:26: There's an Irish Band as well called Bricknasty, that I've really been a really huge fan of right now.
00:11:32: They may absolutely... Insane Songs also about Irish history and just growing up in Ireland.
00:11:38: I would say, actually a local Hamburg band, can I name two of them?
00:11:44: Yeah.
00:11:45: Okay, this is to you guys.
00:11:46: I want to make songs with you please.
00:11:47: It's Defyger Flitschen und Die Sadeen.
00:11:51: Ah, yeah.
00:11:53: Okay.
00:11:53: Ja, verstehe ich.
00:11:54: Let
00:11:54: me on one of your tracks.
00:11:55: Just ... They're great.
00:11:58: I love their shows as well.
00:11:59: Hey, vielleicht irgendwann.
00:12:01: Ja.
00:12:01: Wer weiß das, ne?
00:12:02: Ich meine, du stehst ja noch am Anfang.
00:12:04: Ja, voll.
00:12:05: Da ist ja noch so viel Luft nach oben.
00:12:06: Ja, ja.
00:12:07: Sehr schön.
00:12:08: Das war's auch schon.
00:12:09: Louise war richtig toll, dass du hier warst.
00:12:10: Hoffentlich hattest du auch viel Spaß.
00:12:12: Ja, das ist eine gute Zeit.
00:12:13: Und
00:12:14: bestimmt bis zum nächsten
00:12:15: Mal, ne?
00:12:16: So, bitte.
00:12:17: I'd love to.
00:12:18: Thank you.
00:12:20: Danke, dass du zugehört hast.
00:12:21: Wir sind Ahoy Radio.
00:12:23: Wir stehen für Hamburg Kultur, Indie-Musik und Worte mit Gewicht.
00:12:28: Hört uns per Website
00:12:30: App.
00:12:30: und im Hamburger Raum auch via DHB Plus.
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