LIN zu Gast bei ahoy Radio
Shownotes
LIN war zu Gast bei uns im ahoy Studio. Jeanne hat mit der Musikerin über ihre 1 Euro-Tour geredet, wie wichtig ihr die Verbindung von Politik und Musik ist und warum sie teilweise als "Solo-band" bezeichnet wird. Das und vieles mehr hört ihr im Interview. Also unbedingt anhören!
Transkript anzeigen
00:00:01: Wie schön, dass du da bist.
00:00:03: Du hörst ein Aheuradio-Interview mit.
00:00:06: Ich sitze hier mit Lin, der Musikerin, aus Mainz ursprünglich, glaub ich.
00:00:11: Du kommst ursprünglich aus Mainz.
00:00:12: Aus Frankfurt,
00:00:13: ich brauch die Street-Codability.
00:00:14: Aber ich hab lange in Mainz gewohnt.
00:00:16: So ist es nämlich.
00:00:17: Wohnst du noch immer in Mainz?
00:00:19: Ich wohne seit vier Jahren in Berlin.
00:00:21: Alles klar, in Berlin und auch glücklich.
00:00:24: Ja, mit einer Weile schon.
00:00:25: Der Start war ein bisschen holprig, aber ich glaube, das ist auch oft so, auch noch in Corona, da rein gerutscht.
00:00:30: Und jetzt bin ich auch sehr glücklich da.
00:00:32: Sehr schön und ich freue mich ganz doll, dass du hier in Hamburg bei uns im Studio
00:00:36: bist.
00:00:36: Vielen Dank für die eine.
00:00:37: Ja,
00:00:37: sehr schön, dass du da bist.
00:00:38: Ich würde sagen, wir starten einfach mal direkt rein, wenn es okay ist.
00:00:41: Genau, wir haben da eben ja schon vor dem Interview kurz drüber geschnackt, aber du hattest ja gestern ein Konzert in Wedel und dabei handelt es sich ja um diese ein Euro-Tour.
00:00:50: Vielleicht kannst du mal ein bisschen erzählen, wie das Konzert war und dann vielleicht auch, was steckt hinter dieser Tour?
00:00:55: Ja voll, das Konzert war sehr, sehr sweet.
00:00:56: Ich mache das zusammen mit einem Musikerkollegen aus Berlin, heißt Jonas.
00:01:00: Und wir haben uns überlegt, wir wollen mal so mit bisschen Zeit rumfahren und unsere jeweiligen Veröffentlichungen zeigen, inklusive Musikvideos, Passionsspielen und auch darüber sprechen, wie es ist, als Indie-Artist in dieser Zeit zu überleben, vor allem in der Musikbranche, die sehr stark auf Streaming setzt.
00:01:16: Und da ist leider nicht mehr viel zu holen für Indie-Artists.
00:01:20: Und wir haben sozusagen diesen niedrigen Eintrittspreis gewählt, weil da sehr viele Leute aufhorchen und sich wundern, warum spielt man eine Schufe, ein Euro?
00:01:27: Und wir haben aber mal so ausgerechnet.
00:01:29: dass diese Absurdität ungefähr dementspricht, was wir durch Streaming verdienen.
00:01:33: Das ist nämlich wirklich im Send-Bereich und deswegen haben wir das so als Aufhänger genommen und dann so ein bisschen darüber gesprochen.
00:01:39: Du warst ja auch lange, habe ich zumindest gelesen, ein Teil des Doos Bender und Schillinger.
00:01:44: Wie lange gab es diese Band?
00:01:46: Ich glaube, wir werden so sechs Jahre auch unterwegs zusammen.
00:01:49: Schon eine Weile.
00:01:51: Und was war für dich so der Punkt, wo du dir gedacht hast, okay, irgendwie will ich jetzt solo weitermachen?
00:01:56: Es war tatsächlich gar nicht meine Entscheidung, sondern mein damaliger Musikkollege wollte, glaube ich, was anderes machen, wollte nicht mehr Musiker sein.
00:02:05: Und dann habe ich so ein bisschen überlegt, weil ich eigentlich Lehramt studiert habe und eigentlich quasi das Privileg habe, auch ein Job mit Geld ausüben zu können.
00:02:14: Aber mein Wunsch, weiterhin Musik zu machen, war doch stärker.
00:02:17: Und ich habe dann gedacht, wenn ich jetzt nochmal angreife in Anfangszeichen, dann möchte ich gerne selber darüber entscheiden, wann das zu Ende geht oder weiter geht oder so.
00:02:26: Und deswegen habe ich mich für ein Solo-Projekt entschieden.
00:02:28: Und außerdem hatte ich so Lust, weil ich sehr, sehr gerne viele Instrumente spiele, das selber zu machen, alles und habe dann mit meinem Kumpel zusammen.
00:02:34: setup gebaut, in dem das geht.
00:02:36: Was würdest du sagen, so war die größte Herausforderung bei diesem Übergang?
00:02:40: So, sonst hattest du jemanden bei dir und dann warst du auf dich alleine gestellt in Anführungszeichen, aber sich zu entscheinenden Solo-Künstlerinnen zu werden, ist ja schon eine Herausforderung, oder?
00:02:48: Ja voll, also ich glaube... Erstmal war es die technischen Herausforderungen, also wirklich irgendwie ein Cinti, Drums, Gitarre Gesang, Effekt Gesang und so weiter irgendwie so zu ruten, dass ich das selber alles machen kann.
00:03:00: Das war auf jeden Fall eine Herausforderung.
00:03:01: Und dann ist es natürlich auch auf der Bühne live alleine zu sein, ist schon was anderes, wenn man den ganzen Raum eben alleine halten muss.
00:03:09: Und das fordert mich schon nochmal anders, als wenn ich irgendwie mit einer Band unterwegs bin.
00:03:13: Ich habe ja auch schon in einer anderen Band so Schlagzeug gespielt und so.
00:03:16: Da ist auf jeden Fall ein anderer weit, da trinke ich auch mal Bier vor dem Auftritt.
00:03:19: Und jetzt ist es eher so, okay, Concentration now begins, mäßig.
00:03:23: Aber wahrscheinlich auch positiver Adrenalin, oder?
00:03:26: Auf
00:03:27: jeden Fall natürlich.
00:03:27: Es ist auf jeden Fall wie eine Droge, muss man schon sagen.
00:03:30: Also der Amount auf Aufgeregtheit und aber danach auch Release ist einfach sehr, sehr viel höher und es ist auch sehr, sehr schön.
00:03:37: Okay, sehr schön.
00:03:39: So, ich hab auch gelesen oder du hast es ja gerade schon angesprochen, was du alles so an Instrumenten und so bedienst.
00:03:44: So viele sagen ja, du bist eigentlich keine Solo-Künstlerin, sondern eigentlich eine Solo-Band oder so.
00:03:50: Wie kommst du dieser Bezeichnung?
00:03:52: Also ich glaube ja, weil ich halt sozusagen viele Positionen, die normalerweise in der Band stattfinden, also irgendwie Bass, Schlagzeug, Gesang, Gitarre, selber mache, ist das glaube ich so ein bisschen so als Bild gewählt worden, um zu beschreiben, was da auf der Bühne halt so stattfindet.
00:04:07: Also ich bin so wie in einem Cockpit eingebaut mit einem Cinti und einem Drum Pad und rechts steht irgendwie noch eine Snare und ich habe noch irgendwie zwei Mikros und ja, es ist auf jeden Fall viel Alarm
00:04:18: immer.
00:04:19: Wie, wie kommt das?
00:04:20: Also warum hast du dich entschieden, okay ich möchte genau das alles irgendwie haben, weil es ist ja viel und es ist ja auch viel, was du ja glaube ich auch koordinieren musst, oder?
00:04:27: Also total viel Planung, die dahinter steckt.
00:04:29: Ja, es ist wirklich viel üben, also ich übe viel, aber ich mag auch üben, weil wenn es sozusagen eine Möglichkeit gibt, dass man am Ende bei was rauskommt, was einem befällt, dann finde ich den Prozess irgendwie spannend.
00:04:40: Ich glaube, es liegt vor allem daran, dass ich wahnsinnig gern Schlagzeug spiele.
00:04:43: Ich wollte das unbedingt irgendwie behalten, auch in einem Solo-Projekt.
00:04:46: Da musste ich mir natürlich was überlegen.
00:04:48: und das Drumpad, also das ist wie so ein Gummipad, wo verschiedene Pads so belegt sind mit verschiedenen Sounds, gibt mir die Möglichkeit, das so zu lupen zu können.
00:04:56: und das habe ich dann so als Basis quasi, habe ich schon mal ein Groove und dann kann ich halt die Gitarre auch noch drüber lupen oder ein Bass mit dem Synthi einspielen oder irgendwie so Pads oder Klavier, also Klavier jetzt nicht, aber so genau.
00:05:09: dem Vibe und dann kann ich halt dazu singen.
00:05:11: Krass.
00:05:12: Dadurch hebt man sich ja auch irgendwo noch mal von anderen Artists ab, oder?
00:05:14: Weil also ist ja jetzt nicht die Norm, dass man so viele Instrumente, so viele Sachen bedient und so viel auf einmal macht, oder?
00:05:20: Voll.
00:05:20: Also ich bin natürlich auch ein bisschen beeinflusst von Tesh Sultana.
00:05:23: Ich weiß nicht, ob die eine oder andere Person Tesh kennt, aber genau, also das war schon so, da war ich auf dem Konzert und dachte so, alter Schwede, das will ich irgendwie auch machen.
00:05:31: Und die Musik ist ein Genre, ist ein anderes, aber so der der Aufbau hat schon viele Ähnlichkeiten.
00:05:36: und wie hast du es?
00:05:37: Es ist halt wie nur Spielwiese für also in Anführungszeichen erwachsene Personen.
00:05:42: Ja, okay, kann ich verstehen.
00:05:44: Ich finde es ganz krass, weil es ist ja nicht nur das, nicht nur die Instrumente so.
00:05:47: Und du machst ja auch Musik oder du schreibst ja auch Texte, die immer eine sehr politische Botschaft haben, die sehr empowernd sind.
00:05:55: So was würdest du sagen, wie wichtig ist es für dich, in deiner Musik so eine gesellschaftliche Botschaft zu haben, die du transportieren kannst?
00:06:02: Ich glaube schon sehr wichtig, ich glaube es.
00:06:03: Ich finde, sobald man irgendwie empathisch ist mit anderen Menschen, ist das eigentlich schon politisch sein, weil dann interessiert man sich ja auch, ob es den anderen Leuten gut geht.
00:06:11: Und wenn irgendwie Leute drückturell benachteiligt werden, dann ist das, finde ich, unsere Aufgabe, wenn wir etwas privilegierter sind, damit zu helfen, dass sich das verändert.
00:06:18: Und ich glaube, sobald ich gecheckt habe, dass ich irgendwie über diese Musik auch eine Form von Bühne habe, habe ich gedacht, das wäre nett, wenn ich nicht nur über mich singe, sondern auch vielleicht Themen mit reinbringe, die auch noch andere Leute mit betreffen.
00:06:30: War das dann auch der Anspruch in deinem aktuellen Album?
00:06:33: Weil da geht es ja auch sehr viel um queere Sichtbarkeit, Femizide und so weiter.
00:06:37: Ja, voll.
00:06:38: Ich glaube, ich meine, das heißt Focus on the in-between.
00:06:40: Es geht natürlich ganz viel um so dazwischen sein, weil wir ja sonst gewöhnt sind, halt einfach sehr viel in so zwei Boxen zu denken, irgendwie bei Geschlecht, bei Herkunft.
00:06:49: Und es ist immer so entweder oder und ich finde einfach spannend zu gucken, okay, was liegt dazwischen?
00:06:53: Weil es gibt ganz, ganz viele Menschen, die viele Anteile von verschiedenen Seiten in sich tragen und sich irgendwo auf einem Strahl dazwischen so einsortieren.
00:07:00: Und da gehört halt Queerness zum Beispiel auch dazu.
00:07:03: Und ja, genau, ich wollte einfach gerne so die so ein bisschen die Aufwechslung halt.
00:07:06: dass sie zwischen lenken.
00:07:09: Du hast ja auch im Oktober, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, auch ein Song rausgebracht mit einer anderen Künstlerin.
00:07:14: Feministzeit,
00:07:15: genau.
00:07:16: Da geht es ja auch viel um weiblich geliesene Personen, um Femizide und so weiter.
00:07:19: Und kann mir vorstellen, dass da ja auch viel Gegenwind kommt.
00:07:23: Was würdest du sagen, erst mal gibt es viel Kritik für deine Musik, für deine politischen Botschaften und wenn ja, wie gehst du mit Kritik dessen gegenüber um?
00:07:31: Also es gibt online natürlich so die Hater, die einfach nicht klar kommen darauf, dass Menschen sich laut positionieren und zwar vielleicht zu Themen, die jetzt nicht aus der dominanten Mehrheitsgesellschaft heraus geschält sind, aber so, ich denke immer so... Ach, das ist dann irgendwie meistens irgendein Jürgen, der irgendwie ausgefühlt hat.
00:07:49: Er möchte auch stattfinden und solange es nicht überhand nimmt, bei TikTok ist es manchmal ein bisschen gefährlich.
00:07:54: Da rutscht man manchmal in irgendeine Kreise ab und dann ist man in einer rechten Bubble und dann ist es wirklich crazy.
00:07:58: Also das hatte ich auch schon, wo ich über einen Übergriff erzählt habe, der mir passiert ist und die Leute sind ausgeflippt in den Kommentaren.
00:08:06: weil sie da irgendwie ihre rassistische Scheiße abladen konnten und ihre sexistischen Gedanken genau.
00:08:12: Aber das ist eigentlich nicht so die Regel.
00:08:14: Also ich glaube, Leute, die sich davon provoziert fühlen, kommen gar nicht so sehr auf die Konzerte.
00:08:19: Deswegen sozusagen so im realen Leben habe ich das Gefühl, es ist eher so, dass es Menschen anzieht, die sich empowered fühlen oder die irgendwie Bock haben, dass da jemand auf der Bühne steht, vielleicht ja so auch Themen transportiert, die sie selber betreffen.
00:08:31: Und ja, online ist einfach nochmal eine ganz andere Geschichte.
00:08:34: Es ist ja immer so, wenn man da diese Schutzwand um einen herum hat.
00:08:40: Würdest du denn sagen, dass es dir wichtig ist, auch auf deinen Konzerten ein Safe Space zu geben?
00:08:44: Ja, auf jeden Fall.
00:08:46: Das kann man natürlich nie garantieren, aber es ist mir wahnsinnig wichtig, dass sich vor allem Menschen wohlfühlen, die sonst in der Gesellschaft eher ausgeschlossen werden.
00:08:53: Und ich hoffe, dass wir das auch live umsetzen.
00:08:56: Ich habe immer das Gefühl, dass es eine sehr, sehr warme und liebevolle Stimmung und Atmosphäre herrscht.
00:09:02: Also auch Support-Acts zum Beispiel haben ganz oft gesagt, dass sie sich total wohlgefühlt haben.
00:09:07: Weil ich wollte das schöne Gefühl finde, weil bei großen Acts ist ja so ein bisschen auf zu der Vibe.
00:09:11: Die Support-Band nervt und soll gehen, weil wir wollen eigentlich den Main-Act sehen.
00:09:15: Und ich hatte so das Gefühl bei den Konzerten, wo ich gespielt habe.
00:09:20: war das so, ah cool, wir lernen noch jemand anderen kennen, der auch cool Musik macht, so.
00:09:25: Das war der Vibe, das war nicht sehr schön.
00:09:27: Okay, klingt auch toll.
00:09:28: Gibt es denn so bestimmte Dinge, die du machst auf deinen Konzerten, um diesen Safe Space zu geben?
00:09:32: Also es gibt ja...
00:09:34: Ja, also ich... Es gibt in diesem Song Feminist-Side, gibt es so eine Line, die heißt I am a feminist und das habe ich quasi gesampelt mit dem Publikum.
00:09:42: Also ich habe die Leute das rufen lassen, auch um Leute zu motivieren, irgendwie Feminismus als ein... positiven Begriff zu setzen, weil das ist es.
00:09:49: Wir kämpfen einfach nur für Gleichberechtigung aller Geschlechter und das dann im Song quasi abzuspielen und so.
00:09:55: Keine Ahnung, ob das dann... Aber ich glaube, das sind schon so kleine Mechanismen und... die dazu beitragen, dass es sich hoffentlich nach einem guten Ort anfühlt.
00:10:04: Kann ich mir auch vorstellen, es gibt ja auch so ein Gefühl von Zusammenhalt, Zugehörigkeit und so was, weil oftmals fühlt man sich ja auch ein bisschen alleine dann.
00:10:11: Ja.
00:10:11: So besonders als weiblich geliesene Person, Flinta.
00:10:13: Total.
00:10:13: Ja, das stimmt.
00:10:14: Gibt es denn so ein Thema in deinem Album, das dir besonders am Herzen liegt, wo es dir besonders wichtig war?
00:10:19: Okay, das möchte ich den anderen mitteilen.
00:10:22: Also
00:10:23: es gibt auf jeden Fall einen Song, der mich in der Schlagkraft über ... Deutschland hinaus so beschäftigt hat.
00:10:29: Es gibt ein Song, der heißt Gingian Asadi.
00:10:31: Das ist der kurdische Slogan der Feministischen Freiheitsbewegung um Iran.
00:10:35: Und der ist entstanden mit zwei Personen, die auch aus dem Iran kommen und Suki.
00:10:39: Also wir waren dann zu viert im Endeffekt.
00:10:40: Ich habe quasi die Musik gemacht und die drei Artists haben gefeaturet.
00:10:44: Und dieses Song, der hängt mir immer noch so sehr nach.
00:10:47: Der ist schon vor einem Jahr rausgekommen.
00:10:49: Darauf bin ich wirklich sehr stolz, dass das geklappt hat irgendwie diesen Song auch über eine Person von den Isnorenteran.
00:10:55: Und wir mussten das Material raus.
00:10:56: Also das war wirklich heftig.
00:10:59: Sie hat dann auch auf dem Dachmasken noch ein Musikvideo getreten, damit wir quasi ein Video haben und sie auch auf einer Art zu sehen ist.
00:11:06: Aber musste aber ihr Gesicht natürlich verstecken, weil es viel zu gefährlich gewesen wäre und so.
00:11:09: Also das war schon wirklich im ganzen Prozess auch total spannend.
00:11:15: Krass, wenn man noch mal so über den Hintergrund dazu weiß, hat der Song ja noch mal eine ganz andere Ebene oder Bedeutung.
00:11:20: Gibt es denn irgendwas so, wenn jetzt Leute deinen Album hören?
00:11:24: Was wünschst du dir, was sie daraus mitnehmen?
00:11:26: Boah.
00:11:27: Schwierige Frage.
00:11:28: Also, ich glaube, ich wünsche mir, dass die sehen, dass es ganz, ganz viele Realitäten gibt, dass es irgendwie Dinge gibt, für die es sich lohnt, zu kämpfen, dass es aber auch ganz wholesome Momente vielleicht gibt.
00:11:39: Es gibt einen Song, der heißt Chosen Family.
00:11:40: Da geht es irgendwie darum, sich eine Wahlfamilie zu suchen oder das Glück haben.
00:11:44: Gute Leute, um sich so rumzuhaben und das einfach zu embracing sich, zu freuen, dass es irgendwie gute Leute gibt, die vielleicht eine biologische Familie auch ersetzen können, weil man sich da nicht wohl fühlt.
00:11:53: Also, sich gesehen zu fühlen, was mitzunehmen, vielleicht sogar die Kraft daraus zu schöpfen, sich politisch einzubringen.
00:12:00: Ich glaube, das wären so meine Hoffnungen, die das haben.
00:12:03: Tolle Schlussworte, finde ich.
00:12:07: Was ich auf jeden Fall sagen kann, es sollte viel mehr Leute geben, die Musik machen wie du, weil es wichtiger denn je ist, sind wir uns Leute da, glaube ich, einig, besonders als weiblich gelesene Person allgemein in dieser Gesellschaft.
00:12:18: Deswegen richtig toll, dass du hier warst.
00:12:21: Vielen Dank, dass ihr mich hier hergeholt
00:12:22: habt.
00:12:23: Ja, und vielleicht gibt es ja auch nächstes Mal.
00:12:25: Ja, und kommt alle ins Molotov, am achten April, muss ich kurz Werbung machen.
00:12:29: Ja.
00:12:30: Bitte.
00:12:31: Ja, kann man schon Tickets kriegen?
00:12:33: Ja, sind schon online.
00:12:34: Perfekt,
00:12:35: ja, dann zuschlangen würde ich sagen.
00:12:37: Danke, dass du zugehört
00:12:38: hast.
00:12:39: Wir sind
00:12:39: Ahoy Radio.
00:12:41: Wir stehen für Hamburg Kultur, Indie-Musik und Worte mit Gewicht.
00:12:45: Hört uns per Website, App und im Hamburger Raum auch via DHB+.
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