CATT zu Gast im ahoy Studio

Shownotes

Die Musikerin CATT war zu Gast bei uns im ahoy-Studio. Mit Jeanne redet sie über ihr kürzlich erschienenes Live-Album "Alive". Außerdem geht es um die Kraft von Musik und wie sie Menschen zusammenbringt. Sie reden über ihre Inspirationen, ihre persönlichen Erfahrungen, die in ihre Songs einfließen und was Konzerte für CATT so magisch machen. Hört unbedingt rein!

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00:00:01: Wie

00:00:01: schön, dass du da

00:00:02: bist!

00:00:03: Du hörst

00:00:04: ein

00:00:04: Ahäu-Radiointerview mit.

00:00:06: Ich sitze hier gerade im Ahäusstudium mit Kat.

00:00:09: Schön das du da ist.

00:00:10: Hi,

00:00:11: freu mich sehr.

00:00:11: Ja wir freuen uns auch total, dass es geklappt hat und ich würde sagen wenn du keine weiteren Fragen hast starten wir einfach rein.

00:00:18: Let's go!

00:00:19: Super.

00:00:20: Also, man weiß es ja gerade viele Newcomerinnen müssen ihre Konzerte absagen.

00:00:24: Man kriegt das immer mehr mit wegen Steigen der Produktionskosten und so weiter.

00:00:28: Du hast ja dein eigenes Ticketsystem entwickelt.

00:00:31: Da geht's ja darum soziale Tickets zu verkaufen damit es mehr Leute ermöglicht wird deine Konzierte zu besuchen.

00:00:36: Wie schaffst du es mit diesem Ticketssystem von deiner Musik zu leben?

00:00:41: Das Schinne an diesem Ticket-System ist ja, dass Menschen nicht nur die, die es brauchen weniger zahlen können sondern auch die, dies haben mehr zahlen.

00:00:47: Und das war jetzt erstmal wurde ausprobiert für zwei Touren und es hat tatsächlich wunderschön geklappt.

00:00:51: Dass Menschen, die gerade mehr haben und mehr in das Projekt investieren möchten und da mehr geben können dann wiederum das den anderen ermöglichen zu kommen und aber natürlich auch ein bisschen mehr in mein Projekt fließt was ich dann wieder um zur Verfügung habe entweder an meine MusikerInnen auszuzahlen oder eben auch fürs Weitermachen.

00:01:09: Deswegen würde ich sagen, das hat sich irgendwie bisher richtig schön getragen und es macht mich auch irgendwie glücklich dass sich tatsächlich Community so gegenseitig miteinander regulieren kann.

00:01:19: Und es macht mir irgendwie Mut für hey man kann einfach mal wagen solche Ideen zu starten und umzusetzen.

00:01:26: Man muss aber natürlich dazu sagen Ich befinde mich ja wie alle anderen auch in der gleichen Wirtschaft, im gleichen System.

00:01:33: In der gleichen Inflation usw.

00:01:34: Deswegen haben wir natürlich alle die gleichen Challenges und ich glaube gefühlt geht es allen so ob nun Kleinart ist oder den größten Artist auf der vielleicht nicht den ganz größten aber denen darunter dass alle sich ein bisschen fühlen als würden sie bergauflaufen oder so gegen den Strom schwimmen ist gerade bei vielen ein Fragezeichen, um mal sehen wie es weitergeht und vielleicht auch ob das eine oder andere kollabiert.

00:01:58: Und wir irgendwie neue Systeme bauen müssen.

00:02:00: Aber ich habe das Gefühl, dass ist ne Frage die wir uns nicht nur in der Musik stellen sondern ganz universell.

00:02:05: und ja, mal schauen was die nächsten Jahre so bringen!

00:02:08: Ich werde das auf jeden Fall mit Freude und Begesterungen solange weitermachen wie ichs weitermache kann und wenn sich irgendwo neue Wege abzeichnen bin ich immer gerne bereit irgendwie loszustapfen freizutrampeln, wenn es irgendwie geht.

00:02:24: Ja aber wie schön das ist.

00:02:25: dann sich rentiert dieses Ticket-System.

00:02:27: was meinst du denn?

00:02:28: warum machen's nicht mehr Leute so wie du?

00:02:31: Tatsächlich haben sie schon mehr Leute aufgegriffen.

00:02:33: also Landstrecher Booking hat das mit vielen Bands jetzt aufgegriffen.

00:02:36: die haben das irgendwie Balance-Ticketing oder so genannt.

00:02:38: aber es ist das gleiche Konzept und die Idee habe ich mich natürlich auch nicht aus dem nichts ausgedacht.

00:02:42: so solidarische Sachen gab's glaube ich auch immer schon.

00:02:46: irgendwie.

00:02:47: Ich glaub es machen schon...ich hab schon einige gesehen die das machen.

00:02:52: Man muss aber auch sagen, manche können es vielleicht nicht machen.

00:02:54: Weil sie in Verträgen drin stecken und ich habe einfach mit meinem Team jetzt über die letzten Jahre sehr darauf geachtet.

00:03:00: wir suchen uns irgendwie in die VeranstalterInnen Und Leute, die auch irgendwie auf der gleichen Wellenlänge sind.

00:03:06: Wir haben uns einfach ein großes Netzwerk gebaut und versucht an den großen Konzernen vorbeizuhandeln So gut wie es können!

00:03:13: Gut gemacht!

00:03:13: Da sind wir halt ein bisschen radikal.

00:03:15: Das würden andere nicht machen weil man weniger Geld verdient.

00:03:17: Ja das stimmt.

00:03:19: Kommt natürlich auch mal mit einem Opfer was man bringt

00:03:21: Ja.

00:03:21: Aber wie schön, dass es bis jetzt so positiv ist.

00:03:25: I

00:03:25: try!

00:03:25: Ich weiß nicht, wie positiv eigentlich, weil ich bin auch immer sehr positiv eingestellt und manchmal gehe ich dann vielleicht auch über nicht-so-einfache Sachen leichter drüber als andere.

00:03:34: aber irgendwie muss man ja weitermachen.

00:03:36: Wir können

00:03:36: sagen, irgendwie muss ein Jahr ausprobieren, ne?

00:03:38: Voll.

00:03:39: Komm mit zum wichtigsten Thema hier eigentlich.

00:03:41: du hast dein neues Album, deinen Livealbum rausgebracht vor Kurzem Und das heißt ja alive was übersetzt liebendig bedeutet.

00:03:48: Was würdest du sagen, wodurch fühlst Du Dich lebendig?

00:03:54: Ich fühle mich lebendigt wenn ich so richtig mit allem was ich bin im Moment sein kann.

00:03:59: Und schau also so kalenderspruchmäßig das gerade klingt.

00:04:02: aber ich glaube es ist irgendwie wahr dass in dem moment wo man richtig präsent ist da wo man is die dinge so zusammen fließen können auch richtig zur wahren erfüllung führen können.

00:04:13: und dieses album alive ist der versuch genau diese momente live, wenn wir in dem Moment im Jetzt-Moment Musik machen.

00:04:24: Die Musik, die in den Moment raus will und dann mit Menschen in dem moment zusammenkommen.

00:04:29: Und da was schwingt,

00:04:31: was

00:04:32: man nur erzeugen kann im Moment.

00:04:34: Man auch nie genau weiß, was passiert.

00:04:35: Wir haben halt versucht das in diesen lebendigen Zeitkapseln abzubilden.

00:04:41: Genau.

00:04:42: Lebendigkeit fühle ich auf jeden Fall auch in solchen Bühnenmomenten wo ich so richtig rein droppe in dieses.

00:04:48: jetzt

00:04:49: Hört man auf jeden Fall, finde ich, auf dem Album.

00:04:52: Was ist, wer denn so dein Fazit?

00:04:54: Meinst du es euch gelungen

00:04:56: dieses

00:04:57: Gefühl rüberzubringen?

00:04:58: Das müssen natürlich die Hörerinnen entscheiden.

00:05:01: Von mir ist das Angebot erst mal einzufangen oder zu versuchen einzufangen weil auch über Jahre jetzt danach gefragt wurde und sich Songs auch über die Zeit so krass weiterentwickelt haben und einfach ganz anders klingen teilweise als sie vielleicht aufm Album vor fünf Jahren erschienen sind.

00:05:17: Ich würde schon sagen, uns ist das gelungen.

00:05:20: Wir haben uns für neun Songs aus sieben Städten entschieden und mich würde es aber interessieren was Leute sagen.

00:05:26: kann man hören dass die Städte unterschiedliche Mentalitäten haben?

00:05:29: Kann man hören, dass es unterschiedliche Abende waren, dass sich die Räume unterschiedlich anfühlen?

00:05:34: Für meinen empfinden ja!

00:05:36: Aber ich war auch dabei.

00:05:37: Ja.

00:05:38: Aber ich glaube schon, dass uns gelungen ist dieses intuitive Miteinander.

00:05:44: Irgendwer juchzt mal aus dem Publikum rein oder ich bin selber überrascht, weil von meinem Bassisten kommt ein lustiges irgendwas was er noch nie gespielt hat und dann reagiere ich wieder da drauf.

00:05:53: Und man unterhält sich ja wie in den Moment auf der Bühne und ich glaube schon dass man das spürt.

00:05:58: Das macht es ja auch so besonders ne?

00:06:00: Ich habe dein Album natürlich auch gehört und ich weiß noch ich bin dann einem Song besonders hengeblieben und zwar Curve Line, der wurde glaube ich in Berlin aufgenommen irgendwie mit dem Klavier am Anfang und alles.

00:06:10: Und ich bin mir nicht ganz sicher, worum es thematisch geht?

00:06:12: Ich glaube ja so ein bisschen die Unsicherheiten in der jetzigen Zeit und sowas wenn korrigier mich auf jeden Fall... Ich weiß auch da war dieser Moment wo ich nur dachte jetzt fühle ichs also...

00:06:23: Oh das freut mich!

00:06:24: Ja du darfst natürlich immer selber fühlen worum's darin.

00:06:26: Da

00:06:26: geht es.

00:06:27: Es geht auf jeden fall ein Stück weit um es okay sein lassen mal für einen Moment egal wie schwierig ist es und das erstmal dasein zu lassen und damit zu sein im Zweifel einfach erst mal einen schönen Song zu haben, um das da sein zu lassen.

00:06:41: Und es war auf jeden Fall auch ein besonderer Moment da in Berlin.

00:06:44: Freut mich dass du's gefühlt

00:06:45: hast!

00:06:46: Ja total.

00:06:47: Gibt es denn so ein Song der live komplett anders klingt oder zuteilen anders klingt als er eigentlich aufgenommen wurde und warum?

00:06:55: Ja, auf jeden fall ich müsste jetzt kurz nachdenken.

00:06:57: also an sich sind alle anders weil wir natürlich Wenn ich zum Beispiel an die Songs von meinem ersten Album YY denke, die ich alle selber eingespielt habe mit Instrumenten und einem Mikrofon in einem Gartenhaus.

00:07:09: Bei Hamburg lustigerweise also ganz hinter mir!

00:07:13: Und jetzt hab' ich dann drei Mitmusiker mit mir auf der Bühne und wir haben aber die Möglichkeiten, die wir halt gerade da haben.

00:07:18: Da nutzen wir natürlich die Klangmöglichkeiten und die vier Menschen, die Und das hat sich wirklich schon sehr weiterentwickelt.

00:07:27: Ich denke da irgendwie an ein Willowtree, was in meiner Produktion damals vielleicht noch ein bisschen mystischer, ein bisschen kleiner, etwas verwunschener klingt.

00:07:36: und wir haben jetzt schon auch eine Dancy Let's Go Version über die Jahre daraus entwickelt aus dem, was wir dann an Reaktionen vom Publikum hatten und es geht irgendwie weiter und jeder an seinen Instrumenten spielt sich da auch anders rein entwickeln die Songs schon andere Gewänder mit der Zeit und es bewegt sich immer weiter.

00:07:55: Also ich würde schon sagen, alle dieser Songs sind anders als die Album-Ursprungsversionen.

00:08:02: Manche sind vielleicht ein bisschen näher dran wie zum Beispiel einem The Wind, der ja auch auf der Change Platine einfach an sich eine Gitarre mit Stimmen.

00:08:13: Song ist Selbst da, trotzdem habe ich das in Rotterdam, wo wir das aufgenommen haben.

00:08:21: In dem Falle anders gesungen und es hat ein anderes Gefühl und es kann vielleicht sagen wie mal auch auf emotionaler Ebene kann's auf den Moment des Aufnehmens

00:08:32: beim

00:08:33: Album.

00:08:34: vielleicht hatte ich eine ganz andere Geschichte die ich da reingesungen habe Und sagen wir mal ursprünglich was?

00:08:41: Vielleicht Trennung und gehen lassen Und vielleicht ist es sechs Jahre später ein ganz anderes Thema und damit auch eine ganz andere Emotion.

00:08:50: Und dann ist das vielleicht oberflächlich kein anderes Arrangement, aber da schwingt was ganz anderes mit und es wird sich anders anfühlen.

00:08:58: Genau, aber oberflächlich gesehen auch ... Ach!

00:09:00: Ein Beispiel ist noch Sieh.

00:09:01: Sieh war ein... Da hatte ich noch gar kein Album draußen.

00:09:04: Das war einer meiner ersten Songs.

00:09:05: Meine dritte ist irgendwie selbst produzierte Single damals, zwei Tausend Achtzehn.

00:09:09: Und der ist so krass mit uns gereist und jetzt ist er zu so ner richtigen.

00:09:14: Der hat über Jahre so viel eingesammelt und mitgenommen.

00:09:16: Und der klingt jetzt ganz anders!

00:09:18: Kann man sich mal facken, wenn es einen interessiert, vergleichsweise anhören die erste C-Version von zwei tausend achtzehn und jetzt unsere live Version Wenn man mal wissen will wie Reist eigentlich ein Song über die Jahre weiter?

00:09:29: und was sammelt der einen?

00:09:30: Wie so'n Mensch, der Lebenserfahrung sammlt.

00:09:32: Und nicht mehr der gleiche ist wie vor sieben Jahren!

00:09:35: Ja, wie schön das Musik irgendwie auch diesen ganzen Entstehungsprozess oder diese Veränderungen immer mit macht, oder?

00:09:39: Ja voll.

00:09:40: Und das ist mir auch voll wichtig weil ich kann nicht das Gleiche noch mal machen.

00:09:44: nie kein Abend soll wieder andere sein geht auch gar nicht wenn man ehrlich ist.

00:09:48: Du hast eben angesprochen du hast in deinem kleinen Gartenhaus oder einem kleinen Gatenhaus produziert.

00:09:53: Was würdest du sagen?

00:09:54: wo entstehen deine besten Ideen?

00:09:56: Ist es random im Alltag oder hast du so einen bestimmten Ort?

00:10:02: Es kann an verschiedenen Orten sein, aber ich glaube was der die perfekte Umgebung gemein hat ist Abgeschiedenheit und dass sich wirklich Raum für mich habe.

00:10:13: Und ganz eintauchen kann also diesen Raum den nicht so und die Zeit die ich dedikaten kann Dass ich wirklich einen puren Raum hab in dem ich einfach eintauchen kann und frei bin von äußeren Impulsen.

00:10:24: Es kann auch sein, dass ich unterwegs bin in der Stadt und mir kommt eine Zeile.

00:10:28: Aber an sich ist es eher aus dem Leben wieder rausgehen, mir Raum bauen, am besten zwei, vier Wochen, wo ich nur für mich bin ... Und diese Kanäle wieder öffnen.

00:10:41: Also für mich zu sein gerne in der Natur.

00:10:44: Okay, kann ich verstehen.

00:10:45: Da kommt das dann sehr einfach und intuitiv.

00:10:49: Gab es schon mal, dass du so ne Blockade hattest?

00:10:54: Blockaden gab es höchstens, wenn ich dann vielleicht noch die Songs, die schon da waren versucht habe weiter zu produzieren und in die perfekte Form noch irgendwie zu bringen.

00:11:02: Wenn nicht anfangen zu knobeln oder irgendwas strukturierend oder so konzipieren zu wollen, dann gibt's manchmal Blockaden weil irgendetwas dann sofort sagt ne ne ne, so arbeitest du nicht!

00:11:12: Weil irgendwie wenn ich diesen intuitiven freudigen Flow verliere irgendwie Leichtigkeit mache.

00:11:19: Bei mir ist es ganz wichtig, dass das irgendwie in Leichtigheit passiert, weil ich diese Purheit darin immer bewahren möchte und nicht irgendwie kalkulieren möchte.

00:11:26: wie hat etwas zu sein?

00:11:27: Und wenn ich merke, ich komme so sehr auch in den Perfektionismus oder in eine Enge oder es wird kompliziert dann ist es eigentlich immer gut, wenn ich einen Schritt zurück gehe.

00:11:36: Das ist hier und da schon mal passiert, was ich gemerkt habe.

00:11:38: Ich hab mich zu sehr verkrampft weil ich's vielleicht zu gut machen wollte oder

00:11:41: so.

00:11:41: Dann

00:11:42: gilt es wieder rauszugehen und mehr Raum zuzulassen.

00:11:46: Okay.

00:11:47: Wie wichtig ist es dir denn, wenn du jetzt Texte schreibst oder aus Songs produzierst etwas von dir mitzugeben oder preiszugeben?

00:11:55: Zum Beispiel verletzlich zu werden oder persönliche Erfahrungen mitzuintegrieren?

00:12:01: Ich glaube die Songs entstehen natürlicherweise aus meiner persönlichen Erfahrung weil das natürlich meine Art die Realität wahrzunehmen ist und die Songs ja nun mal von mir irgendwie geschrieben und umgesetzt werden.

00:12:16: Mir ist aber nicht wichtig, dass ich meine private oder persönliche Geschichte explizit dort zu Schaustelle.

00:12:23: Das brauche ich glaube ich nicht.

00:12:25: Ich glaube man kann auch wahrgenommen oder gesehen werden in einer Emotion und mir ist irgendwie... Auch das gegenüberwichtig- oder dieses universelle Gefühl was es dann vielleicht in einer... Also es muss nicht unbedingt meine Geschichte sein, aber meine Geschichte ist der Schlüssel zu einem Gefühl, was dann hoffentlich für viele zugänglich is'.

00:12:44: Aber dann auch, was wir eben hatten.

00:12:46: Vielleicht fühlst du bei einem Song etwas anderes als ich?

00:12:49: Ich möchte die Freiheit lassen, dass sich die Zuhörenden auf ihrer Art und Weise ihre Geschichte dazu spinnen können und berührt werden oder da, wo sie es gerade brauchen oder ein Zuhause finden, wo Sie es gerade brauchen.

00:13:03: Ja vielleicht so kleine Zuhauses zu bauen, die aber natürlich auf meiner persönlichen Lebenserfahrung beruhen klar.

00:13:11: Aber ich muss mich nicht explizit zeigen... Dafür sind nicht die Songs da.

00:13:16: Sondern

00:13:17: eher einen Raum schaffen für andere?

00:13:20: Ja, auch für mich!

00:13:21: Aber ich muss dafür nicht... Für mich ist Musik so wunderschön abstrakt und persönlich zugleich.

00:13:28: Ich muss nicht genau in Worte fassen was genau mir jetzt passiert ist um genau das Gefühl da rein zu packen und genau zu wissen worum es geht.

00:13:36: aber ich möchte den Gegenüber auch die Freiheit lassen, dass das Gegenüber weiß worums dem geht.

00:13:42: Da muss ich nicht mich so doll reinlegen, das soll offen für uns alle sein.

00:13:47: Das ist zumindest mein Ansatz.

00:13:49: es gibt ja auch andere Leute die das zu Recht ganz anders machen.

00:13:52: Ja andere Leute sind ein gutes Stichwort.

00:13:55: viele KünstlerInnen bekommen ja mit der Zeit aus so einem Stempel.

00:13:58: ja die Person klingt so und so undso und bei dir wird ihr unter anderem gesagt hast du wie Kate Bush oder Joni Mitchell klinkst oder wirst ja oftmals oder öfters mit denen verglichen?

00:14:08: Ist es für dich eher so ein Privileg oder nervt es dich, dass du mit anderen verglichen wirst.

00:14:13: Ich hab das Gefühl, dass irgendwer das mal gesagt hat und seitdem das alle voneinander abschreiben.

00:14:17: Mein Gott!

00:14:19: Ich frag mich, ob das wirklich jeder so sieht?

00:14:21: Oder ob das einfach nur irgendwann mal in irgendeinem Rolling-Stone-Artikel geschrieben hat und dann war's irgendwie auf Wikipedia ...

00:14:27: Es steht wirklich oftmals also... oft überall.

00:14:31: Also ich glaube manchmal für selbstständig sich irgendwas was irgendwie anfängt, das sind natürlich große Namen und da sage ich natürlich nichts gegen weil diese Menschen die Frauen haben eine eigenständige Sprache entwickelt und ihr eigenständiges Songwriting damit einfach etwas Neues geschaffen.

00:14:45: deswegen ist es natürlich toll mit etwas Eigenständigen verglichen zu werden.

00:14:50: ansonsten macht mir das jetzt irgendwie nicht.

00:14:55: Auf einer Art ist mir das mittlerweile egal.

00:14:57: Es ist ja auch viel nach Konzerten, wenn ich zum Merch gehe jetzt zum Beispiel haben manchmal Menschen auch ihre Assoziationen.

00:15:02: Hey!

00:15:02: Das hat mich so daran erinnert oder dass es doch wie das und hast du schon mal das gehört?

00:15:05: Und so... Da hab' ich mittlerweile denke ich mir hey jeder darf da fühlen und mit assoziieren was er oder sie möchte.

00:15:12: Da versuche ich mich ein bisschen rauszuziehen weil das sowohl vielleicht positiven oder negativen oder was auch immer ich dann damit verbinde.

00:15:22: Ich versuch mich da ein bisschen rauszuhalten, weil das ist ja deine Projektionsfläche von anderen.

00:15:27: Dafür suche ich frei von zu bleiben so gut es geht.

00:15:30: Guter gesunder Ansatz?

00:15:32: I try!

00:15:34: Es klingt gut

00:15:34: also.

00:15:36: Gibt es denn so etwas... Du gehst jetzt auch bald auf Tour du kommst da auch am dreiundzwanzigsten elf nach Hamburg.

00:15:42: in den Emojo Club gibt es dann etwas auf Konzerten, also an Konzernen, dass du dich immer so am meisten freust.

00:15:49: So ein Moment oder irgendwas.

00:15:52: Ich freue mich unter anderem erst mal darauf mit meiner Band und meiner Crew unterwegs zu sein, weil das alles großartige Menschen sind.

00:16:00: Und irgendwie mit diesen Menschen zu reisen und Musik in die unterschiedlichen Städte zu bringen – wie schön ist das eigentlich?

00:16:07: Natürlich auch anstrengend auf verschiedenen Ebenen aber es ist einfach wunderbar und dass das mein Beruf sein darf, das zu tun.

00:16:12: Darauf freue ich mich riesig!

00:16:13: Und dann natürlich auf diese Momente, die man nie wirklich planen kann.

00:16:17: Aber wir gehen jeden Tag wieder mit dieser Intention rein... dieses Gefühl zu erschaffen, dass man richtig diesen Moment der Lebendigkeit.

00:16:26: und wenn es nur ein Moment am Abend ist wo wir wirklich merken hier kommt gerade alles zusammen.

00:16:30: Wir fühlen gerade alle irgendwie auf der gleichen Frequenz.

00:16:33: jeder der in diesem Raum ist checkt das gerade und kommt zusammen dann entsteht so einen Zauber.

00:16:37: Das kann man nicht richtig beschreiben aber Manchmal bei Live-Konzerten, man kann es nicht zwingen.

00:16:41: Aber wir stellen uns auf jeden Fall jeden Abend zur Verfügung, dass das passieren kann!

00:16:45: Das kann was Transformatives für alle haben... ...das kann etwas Äxtatisches, was Befreiendes sein oder auch einfach was komplett Verbindendes oder Herzöffnendes.

00:16:55: und da freue ich mich drauf, dass wir immer jeden Abend wieder die Chance haben, das zu kreieren und uns dafür zur Verfügung zu stellen und dass Musik sowas kann.

00:17:06: Egal Wo die Menschen herkommen, wer die sind wie alt sie sind.

00:17:10: Welcher Background?

00:17:12: In welcher Lebenssituation ein Song kann theoretisch und oftmals auch praktisch alle zusammenbringen und irgendwie sowas ermutigen das fürs eigene Leben aber auch für's Kollektive so freischalten.

00:17:25: Und ich finde es unglaublich wertvoll!

00:17:28: Ja, und gerade in den heutigen Zeiten glaube ich umso wichtiger.

00:17:32: Und das berührt mich so tief wenn das passiert und wenn... Ich versuche nicht immer danach zu jagen weil wie gesagt es ist ja auch was was man freilassen muss und dann passiert es.

00:17:40: aber das erfüllt mich wirklich zutiefst wenn ich das merke und dann freue ich mich einfach dass Menschen fühlen können und wunderbar sind.

00:17:48: da merkt man das denn halt wieder und resigniert nicht so

00:17:51: Ja.

00:17:51: Hast du vielleicht so ein konkretes Beispiel im Kopf?

00:17:55: So einen Moment, wo du auf der Bühne standest und dir gedacht hast.

00:17:59: das ist es gerade?

00:18:00: irgendwie weiß ich nicht.

00:18:02: Ich glaube ja letztes Jahr als wir in Hamburg waren haben wir auch im Motor gespielt Und da war das Album A Different Life.

00:18:11: mein letztes Album war noch nicht draußen und wir haben das Konzert aber beendet.

00:18:14: letzte Zugabe mit meinem Song a different life und noch niemand in diesem Raum kannte den Song Der endet damit oder hat damit geendet in dem Moment, dass ich mit allen dann gesungen habe.

00:18:26: Ich hab dann sozusagen bin vom Mikrofon weggegangen.

00:18:28: Wir haben einfach nur noch gesungen diese Melodie und alle haben mitgemacht und zog erst ganz zart und er wurde so mal lauter.

00:18:46: Wenn das passiert und alle das aufgreifen, dass es so simpel und gleichzeitig so kraftvoll ist.

00:18:51: Das rührt mich dann ... Also, das rührt mir so doll!

00:18:54: Und daran erinnere ich mich jetzt auch gerade wo du fragst.

00:18:56: Das ist in Hamburg auf jeden Fall passiert.

00:18:59: Die Leute kannten's noch nicht aber sind Stück für Stück aufgesprungen.

00:19:02: Es war so ein kraft volles Ende dieses Abends einfach mit allen zu singen und sie mit dieser Melodie rauszuschicken in die Welt.

00:19:08: Toll!

00:19:09: Oh, gerade grad ein bisschen Gänsehaut.

00:19:12: Ach schön!

00:19:13: Gibt es denn etwas, worauf sich die Fans in Hamburg, die sehr auf den Konzert freuen können?

00:19:20: Immer auf Überraschungen... Auf Überraschen.

00:19:22: Wir wissen selber nie genau was passiert.

00:19:25: Es ist ja noch ein paar Monate hin.

00:19:28: Es wird bis dahin bestimmt musikalisch einiges Neues noch dazukommen vielleicht sogar auch rauskommen und Sie können sich auf jeden Fall, die Tour heißt ja auch Alive-Tour.

00:19:39: Sie können einfach auf die Lebendigkeit freuen!

00:19:41: Wir werden uns jeden Abend neu reintunen was der Raum gerade braucht und wir werden uns zur Verfügung stellen für die Magie.

00:19:48: Und wir haben unsere Instrumente dabei, wir haben viele Instrumentes dabei... ...wir wechseln auch hin und her und wir sind ready und wir geben das rein und alle die Bock haben sich darauf einzulassen sind dann ein Teil davon und darauf kann man sich glaube ich freuen weil es einfach dann etwas Lebendiges wird.

00:20:05: Ja, das glaube ich auch.

00:20:07: Toll!

00:20:08: Wir kommen jetzt zur letzten Frage und zwar... Das ist eben schon so ein bisschen angesprochen.

00:20:13: Wenn du auf das nächste Jahr blickst oder auf das kommende Jahr und auch im Jahr von dem Jahr zwei Tausendundzwanzig gibt es etwas was du musikalisch unbedingt nochmal ausprobieren möchtest?

00:20:24: Auf das nächste ja?

00:20:25: Ja, auch jetzt das kommene Jahr mit so weiß ich irgendwas was du schon immer mal machen wollen oder wolltest irgendwie sowas.

00:20:33: Ich würde mich gerne mal mit einem Ud-Spieler oder einer Udspielerin zusammen tun.

00:20:37: Ich weiß nicht, wie viele von den Hörerinnen wissen was UD ist aber ich liebe dieses Instrument so sehr.

00:20:41: es kommt mehr aus der arabischen Welt.

00:20:43: Also generell Klangfarben, Kollaborationen mit Klangfarben die ich selber nicht spielen kann.

00:20:49: Aber ich habe das Gefühl Es sind noch sehr sehr viele Horizonte offen wo man irgendwie zusammenkommen kann Mit anderen und irgendwie so Sprachen verbinden.

00:20:57: Kann ich mir vorstellen dass ich da Lust habe irgendwie weiter zu gehen Dazu forschen.

00:21:04: Toll!

00:21:05: Perfekt?

00:21:05: Super.

00:21:07: Schön, dass du dir die Zeit genommen hast, Cat.

00:21:09: Danke.

00:21:09: Also ihr wisst was ihr tun müsst, wofür euch Tickets holen müsst.

00:21:12: am dranzwanzigsten Elfen kommt Cat nämlich nach Hamburg in den Mojo Club.

00:21:16: Ja und ich glaube Ahoy wird auch da sein.

00:21:18: Ja bitte.

00:21:20: Bis bald.

00:21:32: und im Hamburger Raum auch via DHB Plus.

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